Jetzt schon mit Aussaaten beginnen

Sommerblumen und Gemüsepflanzen kann man in den gewünschten Sorten selbst heranziehen. Besonders gut geht es in einem warmen Gewächshaus, aber auch auf der Fensterbank kann man gute Ergebnisse erzielen.
 
Dazu braucht man kleine Anzuchtschalen, Anzuchterde und natürlich, das richtige Saatgut.

Für die frühe Anzucht im Haus eignen sich einjährige Sommerblumen wie beispielsweise Sommeraster, Schmuckkörbchen, Strohblumen, Statice, Männertreu, Levkoje, Wunderbaum, Zinnie, Glockenrebe, Prunkwinde, Edelwicke, Schwarzäugige Susanne sowie Tomaten, Paprika, Eierfrucht, Artischocke, Knollensellerie, Frühkohlrabi, Früher Blumenkohl, Kopfkohl, Porree, Stielmus, Neuseeländer Spinat und Kräuter als Gemüsepflanzen.

Ausgesät wird in Anzuchtschalen aus Kunststoff, welche es in jedem Gartenmarkt für ein paar Euro zu kaufen gibt. Diese halten viele Jahre und sind gut zu reinigen. Diese Anzuchtschalen sind sehr wichtig, weil Jungpflanzen sehr anfällig für plötzliche Erkrankungen sind.

Die Schalen werden mit Anzuchterde oder ungedüngter Erde gefüllt und glatt gestrichen. Sollen in eine Kiste mehrere Arten oder Sorten gesät werden, teilt man mit dünnen Splitstäben mehrere kleine Flächen ab.

Nun kann ausgesät werden, wobei man sehr feines Saatgut zur besseren Verteilung mit Sand mischt. Der Samen wird dünn mit Erde übersiebt und angegossen. Die besten Keimergebnisse erzielen wir, wenn die Aussaatschalen mit einer Kunststoffhaube oder mit Schlitzfolie bedeckt sind. Etiketten mit Art, Sorte und Aussaattermin nicht vergessen!

Pikiert (das heißt vereinzelt) wird, sobald die jungen Pflänzchen gut mit den Fingern zu fassen sind. Sie werden entweder in Multitopfplatten oder in kleine Töpfe gepflanzt, wobei man auch hier Anzuchterde verwenden kann. Einfacher, aber auch etwas teurer, ist die Verwendung von Torfquelltöpfen gleich zur Aussaat. Aber der große Vorteil: das Pikieren entfällt, d. h. man kann die jungen Pflanzen mit dem Quelltopf verpflanzen.

Sobald die kalte Sophie uns im Mai verlassen hat, geht es für den Nachwuchs in die Frische Luft.