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Naturgemäßes Gärtnern

„Naturgemäßes Gärtnern“ – das bedeutet mehr als Garteln ohne Chemie, sowohl was die Schädlingsbekämpfung, als auch was die Düngung angeht.
 
 
 
Im naturgemäßen Garten befinden sich Boden, Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere im biologischen Gleichgewicht, es gibt somit keine Extreme, wie Unkrautwuchern oder Schädlingsplage. Vielfalt ist das Geheimnis des Bio-Gartens, so werden z.B. durch gezielte Pflanzung, Nützlinge angelockt.
Im naturgemäßen Garten gibt es keinen „nackten“ Boden, der leicht von Sonne und Wind ausgetrocknet oder durch Regen verschlämmt wird. Im Biogarten schützt eine Mulchdecke den Boden – sie speichert Wärme sowie Feuchtigkeit und ernährt die zur Humusbildung nötigen Kleinstlebewesen bzw. Mikroorganismen. Der Boden wird also weder hart, noch laugt er aus. Die Vorteile für den Gärtner liegen auf der Hand: er muss weniger gießen, düngen und hacken. Und dank der Mulchschicht kann man auch saubere Früchte (z.B. Erdbeeren) ernten. Doch Vorsicht, die Mulchdecke darf nicht zu dick sein (in frischem Zustand max. 10 cm), sonst besteht Fäulnisgefahr. Gerade in regenreichen Wochen, in schattigen Gärten bzw. bei schweren Böden sollte die Mulchschicht nur so dick sein, dass sie das Erdreich gerade mal bedeckt. Zudem sollte sie öfter erneuert werden. Noch ein Tipp: Mulchdecken aus Farn- oder Tomatenblättern dienen gleichzeitig dazu, Schnecken z.B. vom Salatbeet fern zu halten.
Übrigens: ein Spaten hat im naturgemäßen Garten nichts verloren – der Boden wird nämlich nicht umgegraben, sondern nur mittels Sauzahn, Grabgabel oder Hacke gelockert. Dabei muss man im Sommer besonders vorsichtig vorgehen und nur die Oberfläche leicht hacken, damit keine Hohlräume in der Erde entstehen. Um einen lockeren, krümeligen Boden zu erhalten, empfiehlt sich neben dem Mulchen, das Ausbringen von Kompost, Gründünger, Sand bzw. evtl. Kalk.


Mischkultur und Fruchtwechsel für eine gute Ernte
Großer Bedeutung kommt im naturgemäßen Garten der Mischkultur zu. Richtig zusammengesetzt, begünstigen sich die Pflanzen gegenseitig im Wachstum und bei der Schädlingsabwehr („gute“ Nachbarn) – d.h. die massenhafte Vermehrung von Schädlingen sowie übermäßiges Wuchern von Unkraut kann durch Mischkultur verhindert werden. Doch Vorsicht – es gibt auch „schlechte“ Pflanznachbarn. Im wahrsten Sinne des Wortes „nicht riechen“ (Duftstoffe und Ausscheidungen spielen hierbei eine wichtige Rolle) können sich oft die Mitglieder einer Pflanzenfamilie wie etwa die, zu den Schmetterlingsblütlern zählenden Bohnen und Erbsen. Bei der Bepflanzung ist außerdem daran zu denken, keine Pflanzen nebeneinander in ein Beet zu setzen, die sich bezüglich ihres Nährstoffbedarfs stark voneinander unterscheiden (keine Starkzehrer neben Schwachzehrer).
Kurzum: Durch die größere Pflanzenvielfalt wird das natürliche Gleichgewicht gestärkt, der Fruchtwechsel wirkt einer Auslaugung des Bodens entgegen, Mikroklima und Wasserhaushalt werden verbessert. Und das Beste – solchermaßen biologisch angebautes Gemüse gedeiht und schmeckt besser und ist länger haltbar.


Tomaten auf den Augen
Sobald das Wachstum richtig losgeht müssen Sie die Tomaten ausgeizen. Gemeint ist hier das entfernen der Nebentriebe. Zu erkennen sind sie daran, dass sie dünner wie der Haupttrieb sind und immer in der Achsel zwischen Stengel und einem Blatt erscheinen. Sinn und Zweck ist möglichst viel Kraft für die Früchte einzusparen. Der Vorgang an sich ist ganz einfach. Man bricht einfach die Nebentriebe durch einen leichten Ruck nach Hinten, oder Vorne direkt an der Stelle wo er aus dem Stamm tritt ab.

Wir raten davon ab die Triebe mit einem Messer abzuschneiden. Erstens hat man ganz schnell auch die Pflanze verletzt und es besteht die Gefahr Krankheiten auf die Pflanze zu übertragen. Das gilt besonders wenn man mit dem gleichen Messer mehrere Pflanzen bearbeitet. Bricht man den Geiztrieb einfach aus, trocknet die Wundstelle schnell und bildet so eine Barriere gegen Krankheitskeime.

Tipp:
Lieber ein paar Tage warten und schauen ob es nicht etwa ein Fruchttrieb ist.
Die Triebe, die zwischen Stengel und Blatt erscheinen sind meistens Geiztriebe.
Die Triebe die am Stengel zwischen den Blättern entstehen sind oft Fruchttriebe, als Vorsicht.

Buschtomatensorten werden überhaupt nicht ausgegeizt.


Braunfäule an Tomaten
In den letzten Jahren tritt die Braun- und Krautfäule immer früher auf. Während vor etwa 10 Jahren der Befall meist erst zum Kulturende auftrat gibt es heute oft schon im Juni die ersten Symptome.
Bei der Braun & Krautfäule handelt es sich um eine Pilzkrankheit. Ausbrechen kann die Krankheit nur, wenn die Tomatenpflanze längere Tage nass, bzw. feucht ist. Ist der Zeitraum kürzer können sich die Pilze nicht aus den Sporen entwickeln und gehen zugrunde. Morgendlicher Tau stört nicht; er muss nur schnell verdunsten. Befallene Blätter müssen sofort entfernt werden, weil sie sonst selbst zu Sporenproduzenten werden und die gesamte Pflanze anstecken.